Einfacher als gedacht: Solarmodule an der bestehenden Gebäudehülle
Nicht jedes PV-Projekt startet von Grund auf. Auch an bestehenden Gebäuden lassen sich mit Standard- und Individualmodulen überzeugende Lösungen realisieren. Auf dem Dach und an der Fassade, mit gerahmten oder rahmenlosen Modulen. Und dies meist mit geringstem Aufwand.

Die Vorteile
Die Nachrüstung von Solarmodulen an einer bestehenden Gebäudehülle hat viele Vorteile: die Struktur bleibt erhalten; die Module werden mit einem Montagesystem aufgesetzt oder vorgehängt. Dies ist oft der direkteste Weg zu einer funktionierenden Anlage – ohne Umbau, ohne Neubaukosten. Dank universellen Grössen in der Branche lassen sich unsere Module an sämtliche Konstruktionen anbinden, was für Sie maximale Flexibilität bedeutet.
Zwei Modultypen, zwei Systeme, viele Möglichkeiten
Die Wahl des Moduls hängt nicht nur von der Leistung ab, sondern auch vom Gestaltungsanspruch des Projekts.
Gerahmte Standardmodule – M490 (490 Wp, vollschwarz) und M460 ZRM+ (460 Wp, blendfrei) – sind ab Lager verfügbar und decken den grössten Teil der BAPV-Projekte ab. Sie montieren mit LOCKUP (Klemmsystem) oder LOCKIN (Einlegesystem), landscape oder portrait, auf Dach und Fassade.
Rahmenlose Glas-Glas-Module bieten zusätzlichen Gestaltungsspielraum: Farbe, Glasoberfläche (z.B. ZRM+, farbig bedruckt, transluzent) und Grösse können individuell konfiguriert werden. Das macht sie zur ersten Wahl, wenn die Anlage architektonisch ins Gebäude aufgehen soll – z.B. an Fassaden, die nicht nach «Solaranlage» aussehen dürfen. Montiert werden sie mit LAYIN (Einlegesystem für rahmenlose Module) oder LAYUP (Klemmsystem Dach/Flachdach). Weitere Infos zu Gestaltungsoptionen: megasol.ch/technologie/gestaltung.
Der Untergrund bestimmt die Anbindung
Bevor ein Montagesystem gewählt wird, steht die Analyse des Untergrunds. Die häufigsten Situationen:
| Hinterlüftete Fassade (VHF) | Wandkonsole (beliebiger Hersteller) → Lattung oder Aluprofil → Blechadapter → Megasol-System |
| WDVS / ETICS | Gewindestange + Injektionsmörtel + Universaladapter → Megasol-System |
| Beton- / Ziegelwand | Betonschrauben oder Anker + Universaladapter → Megasol-System |
| Sandwich-Paneel / Trapezblech | Befestigung auf Hochsicke + Blechadapter + Kreuzverbinder → Megasol-System |
Für alle Anbindungstypen gilt: Der Übergang auf das Megasol-Trägersystem erfolgt entweder direkt per Blechadapter oder mit einem Universaladapter (Schletter, K2). Wandkonsolen von Hilti, SG Weber, etc. sind in der Fachpraxis bewährt und vollumfänglich kompatibel.
Die Montagesysteme im Überblick
LOCKUP – Klemmsystem für gerahmte Module (30–40 mm Rahmen). Landscape und Portrait möglich. Kompatibel mit Megasol-, Schletter- und K2-Anbindungen.
LOCKIN – Einlegesystem für gerahmte Module. Modul einschieben, absenken, Abschlussplatte montieren – fertig. Kein Werkzeug für die Modulbefestigung nötig, Modulwechsel im Betrieb einfach möglich.
LAYUP – Klemmsystem für rahmenlose Glas-Glas-Module. Landscape empfohlen. 4 Module pro Klemmträger, Dilatationsfuge von 10 mm einplanen.
LAYIN – Einlegesystem für rahmenlose Module mit gleichem Montageablauf wie LOCKIN. Ideal für Fassaden mit Individualmodulen.
Welches System passt wann?
Gerahmte Module → LOCKUP oder LOCKIN.
Rahmenlose / Individualmodule → LAYUP oder LAYIN.
Fassade mit besonderen Gestaltungsansprüchen → LAYIN mit individuell konfigurierten GG-Modulen.
Fazit
BAPV funktioniert an nahezu jedem Untergrund – wenn man Anbindung und Montagesystem sauber aufeinander abstimmt. Gerahmte Module (M490, M460 ZRM+) mit LOCKUP oder LOCKIN sind die schnellste Lösung für den Grossteil der Projekte. Rahmenlose Individualmodule mit LAYUP oder LAYIN öffnen den gestalterischen Spielraum – für Fassaden, bei denen das Modul aufgehen soll, nicht auffallen. Bei technischen Fragen zu Systemplanung oder Anbindungsstatik steht das Megasol-Team gerne zur Verfügung.
PS: Dieser Beitrag fokussiert sich bewusst auf unsere Lösungen für die aufgebaute Photovoltaik. Unsere Systeme für integrierte Solarmodule finden Sie hier.
